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Ortenau Klinikum: Versorgung von Notfällen aller Art sichergestellt

Notfallmediziner warnt vor falscher Zurückhaltung bei Anzeichen schwerwiegender Erkrankungen

Wie in den Notaufnahmen der Kliniken in ganz Deutschland verzeichnen auch die Notaufnahmen des Ortenau Klinikums derzeit einen deutlichen Rückgang der Patientenzahlen jenseits der Covid-19-Patienten. Seit Beginn der Corona-Pandemie nehmen rund ein Viertel weniger Patienten die ambulante Notfallversorgung in Anspruch.

„Wir vermuten, dass viele Menschen aus Angst, sie könnten sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus infizieren, die Notaufnahmen meiden“, so Chefarzt Dr. Bernhard Gorißen, Leiter der Zentralen Notaufnahme am Ortenau Klinikum in Offenburg. Es gebe vereinzelt Hinweise darauf, dass Menschen auch mit Anzeichen auf schwere innere Erkrankungen wie beispielsweise Lungenembolie, Herzinfarkt oder Blutvergiftung aus Angst vor einer Corona-Infektion eine Vorstellung in der Notaufnahme verzögern.

„Diese Haltung kann lebensgefährlich sein!“, warnt der Notfallmediziner. „Denn die Gefahr der Krankheiten jenseits von Covid-19 besteht unverändert weiter. Je schneller diese Erkrankungen erkannt werden, umso besser sind auch die Behandlungsmöglichkeiten.“ Zwar habe sich auch das Ortenau Klinikum in den vergangenen Wochen vorsorglich auf eine Vielzahl von Covid-19-Patienten eingestellt und seine Häuser entsprechend strukturiert. Dennoch seien die Notaufnahmen auch für die Versorgung von Erkrankungen jenseits von Covid-19 weiterhin sehr gut aufgestellt. „Patienten und Personal werden im Krankenhaus separiert, um sie vor einer Corona-Infektion zu schützen. Wir wollen und können selbstverständlich weiterhin Patienten in Notfällen aller Art versorgen“, betont der Chefarzt der Notaufnahme.