Ortenau Klinikum informiert im Rahmen der Weltkontinenzwoche vom 18. bis 22. Juni über Tabuthema Inkontinenz

Ortenau Klinikum informiert im Rahmen der Weltkontinenzwoche vom 18. bis 22. Juni über Tabuthema Inkontinenz

Das Ortenau Klinikum informiert im Rahmen der Weltkontinenzwoche vom 18. bis 22. Juni über das nach wie vor tabubehaftete Thema Blasenschwäche und zeigt Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten auf. Drei Vorträge von Ärzten und Fachkräften des Ortenau Klinikums stellen die von Medizinern als Inkontinenz bezeichnete Krankheit in den kommenden Tagen in den Mittelpunkt.
 
Von Blasenschwäche sind nach Erhebungen bis zu zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen, im Ortenaukreis sind das rund 40.000 Menschen. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung mit ernstzunehmenden, gesundheitlichen Folgen. Frauen haben ein deutlich höheres Risiko an Inkontinenz zu erkranken als an Diabetes oder Bluthochdruck.
 
„Bis vor Kurzem waren die Zusammenhänge zwischen Depressionen, Schwindel, Stürzen und der Inkontinenz kaum bekannt. Doch aktuelle Studien sprechen inzwischen eine klare Sprache“, berichtet Dr. Andreas Brandt, Chefarzt der Frauenklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg. „Inkontinenz kann schwerwiegende Folgeerkrankungen und Probleme mit sich bringen.“ Die Weltkontinenzwoche biete eine sehr gute Möglichkeit, Frauen über die Erkrankung aufzuklären und Tabus abzubauen. Obwohl es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten zur effektiven Behandlung der Harninkontinenz gebe, suchten viele Betroffene dennoch oft erst nach einem jahrelangen Leidensweg einen Arzt auf. Für viele Frauen im höheren Alter ende der Weg im Altersheim. Inkontinenz ist der häufigste Grund für eine Heimeinweisung, da die Pflege durch Angehörige oder Pflegedienste im eigenen Zuhause nicht mehr zu leisten ist.

Den meisten Frauen, die unter einer Harninkontinenz leiden, sei nicht klar, dass die Behandlung ihrer Krankheit nur dann erfolgreich ist, wenn ein Arzt die genaue Ursache für ihre Inkontinenz erkannt hat, so Dr. Andreas Brandt. Als Ursache der Harninkontinenz liegt in den meisten Fällen eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder generelle Bindegewebsschwäche vor. Wenn herkömmliche Verfahren wie beispielsweise ein Beckenbodentraining oder eine Gewichtsverminderung keinen Therapieerfolg bringen, setzt Dr. Andreas Brandt minimal-invasive Verfahren ein: „Wir haben an unserer Klinik die Möglichkeit, zwei schonende, aber effektive Operationsverfahren anzuwenden. Die Behandlungen sind beide komplikationsarm, sehr erfolgreich und für die Patientin kaum belastend.“

Besonders wichtig ist dem Experten Dr. Brandt, dass die Frauen einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen. Die Aussichten auf Heilung, zumindest aber nachhaltiger Besserung, seien sehr hoch. „Frauen, die ihre Krankheit schicksalhaft annehmen, sich zurückziehen, nicht zum Arzt gehen, riskieren unnötiger Weise vermeidbare Komplikationen oder schwerwiegende Folgeerkrankungen.“
 
 
Die Termine für die Vorträge lauten:
 
„Harninkontinenz und Beckenbodensenkung - neue Therapiemöglichkeiten“
Referent: Chefarzt Felix Liber, Facharzt für Gynäkologie/Geburtshilfe am Ortenau Klinikum Kehl
Samstag, 16. Juni 2012, 10.30 bis 11 Uhr, Stadthalle Kehl
 
 
„Kontinenzförderung – Wege zu einem gesunden Beckenboden“
Referentin: Miriam Lefevre, Gesundheits- und Krankenpflegerin am Ortenau-Klinikum Offenburg-Gengenbach
Samstag, 23. Juni 2012, 9 Uhr, Volkshochschule Offenburg
 
 
„Moderne Inkontinenztherapie bei Mann und Frau“
Referent: Chefarzt Dr. Reinhard Groh, Facharzt für Urologie, Kinderurologie, Spezielle Urologische Chirurgie am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach
Samstag, 23. Juni 2012, 15 Uhr, Volkshochschule Offenburg
 
Für alle Vorträge ist die Teilnehme kostenfrei, Anmeldung nicht erforderlich.

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