Ortenau Klinikum Kehl baut urogynäkologischen Scherpunkt aus

Ortenau Klinikum Kehl baut urogynäkologischen Scherpunkt aus

Individueller Behandlungsplan bei Beckenbodenschwäche und Harninkontinenz

Beckenbodenschwäche und Harninkontinenz bei Frauen zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern westlicher Industrieländer. Im Ortenau Klinikum Kehl wird sich die gynäkologische Abteilung verstärkt um die Behandlung beider Beschwerden kümmern. Unter der Leitung von Chefarzt Felix Liber, der sich in den vergangenen Jahren fachlich besonders intensiv mit beiden Krankheitsbildern beschäftigt hat, wird der urogynäkologische Schwerpunkt neben der Pränataldiagnostik weiter an Bedeutung zunehmen. Für den Ausbau des Schwerpunktes kann die Klinik Ärzte und Pflegekräfte einsetzen, die durch die Schließung der Geburtshilfe zum Jahresende entlastet werden. Auch frei werdende Räumlichkeiten werden für den neuen Schwerpunkt genutzt.
 
Zwar nehme die Zahl dieser Beschwerden zu, doch sei das Krankheitsbild für viele Frauen immer noch ein Tabu, erläutert Liber. Nur ungern werde von Seiten der Patientinnen über das Thema gesprochen. „Umso wichtiger ist die Möglichkeit zu einer individuellen und gründlichen Beratung und Untersuchung“, so Lieber. Das Ortenau Klinikum Kehl bietet deshalb im Rahmen seines urogynäkologischen Schwerpunkts schon jetzt spezielle Sprechstunden an. Dabei kann das Ärzte-Team der Kehler Gynäkologie die Ursachen von Senkungs- und Inkontinenzbeschwerden genau abklären und eine passgenaue Thera­pie vorschlagen. Jede Patientin erhält einen individuellen Behandlungsplan.
 
Zur Therapie von Beckenbodenfunktionsstörungen setzt das Ärzte-Team sowohl konservative als auch operative Möglichkeiten ein. Zur sogenannten konservativen Behandlung zählen beispielsweise physiotherapeutische Übungen, mit denen die Beckenbodenmuskulatur gezielt gestärkt wird, medikamentöse Therapien und Beratungen zu Lebensstil- und Diät-Fragen. „Eine unserer Hebammen wird speziell geschult und bietet künftig hier im Haus Kurse für Beckenbodengymnastik an“, berichtet Liber. Sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft, kann der Arzt auch eine sogenannte Beckenboden-Rekonstruktionsoperation durchführen.
 
„Einen sehr großen Schritt zum Wohle der Patientinnen haben wir bei Frauen mit Blasenschwäche in den letzten Jahren mit einer neuen Operationsmethode mit Kunststoffnetz und TVT-Band getan“, sagt der Chefarzt. Positiv an der TVT-Operation ist unter anderem, dass sie minimalinvasiv und in Lokalanästhesie durchgeführt werden kann. „Diese Methode hat zu einem deutlich erhöhten Operationserfolg geführt, der bei acht von zehn Fällen ein positives Ergebnis hervorbringt.“ Die Blasenschwäche bringe Betroffene nicht um, zitiert Liber eine häufige Redewendung, sie nehme ihnen nur das Leben. Deshalb sei es umso wichtiger, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen und die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten zu nutzen.
 
Das Problem der Beckenbodenschwäche und Harninkontinenz bei Frauen kann mehrere Ursachen haben. In jedem Fall steigt jedoch das Risiko mit zunehmendem Lebensalter, sind sich die Experten sicher. „Da die Menschen im Durchschnitt heute ein höheres Alter erreichen, gehen wir davon aus, dass auch die Zahl der zu behandelnden Frauen in den nächsten Jahren steigen wird“, so Liber.
 
Weitere Informationen:
Gynäkologie im Ortenau Klinikum Kehl
Sekretariat und Ambulanz
 
Mo–Do 8.30–13 Uhr und 14–16.30 Uhr, Fr 8.30–13 Uhr
Tel. 07851 873-172, Fax  07851 873-412
E-Mail: <link>gynaekologie.kel@ortenau-klinikum.de

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